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Blumen Andrè Stadler

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Tipps 4 you

*Freiheit für grüne Asylanten!*

Jetzt, wo sich der Winter langsam verabschiedet und das Frühjahr leise
an die Türe klopft, wird es Zeit, sich um unsere "grünen
Winterasylanten" zu kümmern.

Zunächst sollten Sie einmal kritisch den aktuellen Zustand Ihrer
Pflanzen begutachten.

Sehen Sie irgendwo auf den Blättern oder den Ästen feine
Spinnengespinste, treibt wahrscheinlich die rote Spinne (eine max.
Stecknadelkopf grosse Spinnmilbe) ihr Unwesen.

Wie sehen die Blattunterseiten oder insbesondere die jungen, grünen Äste
aus?

Blattläuse aller Art wie zum Bsp. weisse Wollfusel (=Wollläuse),
verschieden färbige Läuse (rot, weiss, schwarz, orange, ...) oder
Wachstropfen (=Schildläuse) sitzen gerade dort bevorzugt.

Ein Alarmsignal sind auch glänzende, klebrige Flecken auf den Blättern.
Sie sind ein Indikator für Läuse auf den Blattunterseiten der
darüberliegenden Blätter.

Es handelt sich nämlich um den sogenannten Honigtau, den Ausscheidungen
der Blattläuse. Sie können nunmehr die meist bekannten Hausmittel wie
Schmierseife oder Nikotinansatz verwenden, oder Sie erkundigen sich im
Fachhandel um eine gezielte Bekämpfung der Schädlinge.

Diese "Medikamente" für die Pflanze gibt es in den verschiedensten
Gebinden.

Sehr einfach anzuwenden sind Combistäbchen. Sie wirken systemisch, das
heisst die Pflanze nimmt den Wirkstoff auf und trägt ihn an jeden noch
so versteckten Ort.

Zusätzlich ist noch ein Dünger beigefügt um die Abwehrkräfte der Pflanze
zu erhöhen.

Sie sind auch sehr einfach anzuwenden - die Stäbchen werden in die Erde
gedrückt - fertig. Sie lösen sich langsam in der Erde auf, die
Wirkstoffe werden direkt von den Wurzeln aufgenommen, die Raumluft wird
daher nicht belastet und Kinder und Haustiere kommen mit den Mittel
nicht in Berührung.

Nun wird es aber auch Zeit, langsam mit dem Giessen zu beginnen.

Zunächst nur wenig und erst langsam auf den Normalverbrauch steigern,
die Pflanze muss sich erst wieder an die Wassermengen anpassen, sie war
ja in den letzten Monaten auf nahezu Null eingestellt.

Fehlt noch ein wenig Erde für den Topf? Jetzt das Gefäss wieder mit Erde
auffüllen, nachdem die alten Bätter und der Schmutz entfernt wurden. Der
Fachhandel berät Sie gerne welche Erde für welche Pflanze die richtige ist.

Wenn die Temperaturen in der Nacht nicht mehr unter 10 Grad fallen,
können Sie Ihre bisherigen Zimmer- bzw. Wohnungsgenossen wieder in die
Freiheit entlassen.

Doch Vorsicht!

Wir alle kennen von unseren Urlauben die Menschen deren Hautfarbe sich
nicht wirklich stark von der weissen Wand hinter ihnen unterscheidet und
die nach 2 Tagen die Farbe eines frisch zubereiteten Hummers annehmen.

Dasselbe passiert mit Pflanzen, im übertragenen Sinn, wenn Sie sie
sofort in die Sonne tragen.

1 - 3 Wochen an einem geschützten, schattigen Ort an die wiedergewonnene
Frischluft gewöhnen und sie dankt es Ihnen mit einem gesunden Wachstum
ganz ohne Stress!

Wenn notwendig sollte das Umtopfen im Frühjahr erfolgen, nachdem sich
die Pflanze an das Freie gewöhnt hat. (Bei Frühjahrsblühern allerdings
erst nach der Blüte)

Ich hoffe, diese Tipps helfen Ihnen und Ihren Pflanzen zu einem guten
Start in ein schönes, grünes Jahr.

/A. Stadler/


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